In der Nacht vom 23. auf 24. Juni feiern wir den Geburtstag von Johannes dem Täufer – genau sechs Monate vor dem liturgischen Datum der Geburt Jesu an Weihnachten. Das kommt daher, weil Johannes Mutter Elisabeth schon im 6. Monat schwanger war, als der Engel ihrer Verwandten Maria die Geburt Jesu ankündigte (Lk 1,36).
Warum brennen in dieser Nacht überall Feuer? Jesus sagt: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen!“ (Lk 12,49) Damit drückt Jesus aus, welche Macht seine Botschaft hat, die zur Entscheidung drängt und uns alle erneuern – in Brand setzen will. Genau das hat Johannes der Täufer angekündigt. Johannes ist also der Wegbereiter für Jesus Christus, der unser Leben durch seine brennende Kraft verändern will – der uns mit Feuer und dem Hl. Geist anstatt nur mit Wasser taufen will (vgl. Mt 3,11). Das Johannisfeuer darf für uns deshalb in einer der kürzesten Nächte des Jahres ein Hinweis auf Christus selbst sein, an dessen Geburt wir uns exakt ein halbes Jahr später – in einer der längsten und dunkelsten Nächte erinnern.